Hauskonzert am 19. September 2009, 18 Uhr

Liebe Freunde des Salons,

trotz der vielfältigen Aktivitäten und Verpflichtungen, die uns ständig umtreiben, ist es immer wieder gut, auch einmal inne zu halten. Abseits des privaten und beruflichen Getriebes dürfen auch die kulturellen Genüsse in unserem Leben nicht zu kurz kommen. Der Sommerurlaub ist für viele vorbei, die Tage werden schon wieder merklich kürzer. Was könnte es da Schöneres geben, als sich bei einem guten Glas Wein noch einmal nach Spanien entführen zu lassen. GedacksSalon lädt Euch deshalb hier in Berlin - als Nachklang auf den Urlaub oder als kleiner Ersatz - auf eine ganz besondere Spanienreise ein. Nein - diesmal gehen wir nicht auf eine musikalische, sondern auf eine literarische Reise, getragen von live vorgetragenen poetischen Wortmelodien.

Lasst uns an diesem Spätsommerabend zusammen mit der spanischen Autorin Pilar Barceló Maíz über die Sehnsucht nachsinnen.

Pilar Maiz

„Sehnsucht … nur der Gedanke daran und es öffnen sich Türen zu einem ungewissen Ort unseres Wesens.
Um mich, unter mir, über mir, durch mich, nur … Sehnsucht. Was ist schon die Welt, wenn nicht Gottes Sehnsucht…? Ich will an diesem Abend meine in Papier gefesselte Sehnsucht mit Euch teilen.
Was ist schon die Poesie, wenn nicht Sehnsucht in Worte gekleidet...?
Das Kleid meiner Worte ist spanisch, wie die Gefühle, die sie ausgelöst haben.
Das passende Gewand in deutscher Sprache wird mit viel Einfühlungsvermögen von Johanna Lechner-Krause gewebt.
Und in GedacksSalon werden sie sich vor Euch entblößen, um Euch in dieser Lesung zuzuflüstern, nur mit Ihrer Sehnsucht gekleidet.“
Pilar Barceló Maíz

Pilar Barceló Maíz wurde in Madrid geboren, hat dort zunächst Kommunikationswissenschaft studiert, um dann in Rom zwei Jahre eine experimentelle Theaterschule zu besuchen. 1984 zog sie von dort weiter nach Berlin und hier lebt sie seitdem als Sprachlehrerin, Dozentin für kreatives Schreiben und freie Autorin.

Um uns den gesamten Reichtum ihrer Poesie zu vermitteln, wird Pilar ihre Texte auf Spanisch vortragen. Direkt im Anschluss eines jeden Textes wird uns Johanna dazu ihre deutsche Übersetzung anbieten.

Optisch ergänzt und abgerundet wird die Lesung durch die fotografischen Arbeiten des Künstlerpaares Brigitte Czorny und Gerhard Axmann, das sich seit früher Jugend kennt, aber erst als es sich vor sieben Jahren wiederentdecke, zu gemeinsamem künstlerischen Schaffen aufgebrochen ist. Die in GedacksSalon ausgestellten fotografischen Kunstobjekte reflektieren anschaulich die unterschiedlichen Studien- und Lebenserfahrungen der beiden Künstler.

Brigitte Czorny

Brigitte Czorny erlernte das Fotografieren am Pestalozzi-Fröbel-Haus und studierte danach Bildende Kunst an der Pädagogischen Hochschule Berlin. Sie arbeitet seit langem als Lehrerin an einer Berliner Grundschule und initiiert als Freie Künstlerin im Rahmen der kulturellen Arbeit Projekte im musisch-ästhetischen Bereich in unter- schiedlichen Institutionen. Licht- und Schattenspiele begleiten ihre Fotografien ebenso wie ihre sinnliche, teils poetische Auseinandersetzung mit der Darstellung ihrer Objekte. Hierbei konzentriert sie sich immer wieder auf die Abbildung von Details.

Gerhard Axmann

Gerhard Axmann studierte Grafik-Design und Fotografie an der Hochschule der Künste Berlin und schloss als Diplom-Grafik-Designer ab. Er arbeitet seit Jahren als Freelancer im grafischen Bereich, sowie in der freien Fotografie, Illustration und Malerei.

Die Freude am Entdecken von morbiden Strukturen, die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und mit der Veränderung von Farben und Formen verbindet beide Künstler. Während Brigittes Arbeiten dabei eng an die fotografische Bildaussage geknüpft sind, entfernt sich Gerhard oft von dieser durch grafische Abstraktion und Reduktion, die zu plakativen, teils recht farbintensiven Ergebnissen führen.

Trotz dieser Unterschiede in der Arbeitsweise finden sich oft verblüffend ähnliche Bildaussagen in ihren Arbeiten wieder, da sich beide von vergleichbaren Bildthemen inspirieren lassen. Ein Feuerwerk an Farben wechselt mit Farbreduktionen und wird von Schwarz-Weiß-Anmutungen durchkreuzt.

Freuen wir uns auf einen sehnsuchtsvollen Abend, an dem uns die spanische Poesie von Pilar Barceló Maíz die Seele und die Kunst von Brigitte Czorny und Gerhard Axmann die Augen für ihre Bildwelten öffnen wird. Abrunden wird den umfassenden Sinnenschmaus zu späterer Stunde eine musikalische Darbietung, über deren Charakteristik an dieser Stelle aber noch nichts verraten wird.

GedacksSalon
am 19. September 2009, um 19:00 Uhr
Baerwaldstr. 70, Berlin-Kreuzberg

Ab 18.00 Uhr steht meine Tür in der Baerwaldstraße 70, 2. Etage, für ein zwangloses Beisammensein mit Begleitung offen. Eine kulinarische Kleinigkeit für das Buffet wird gern entgegen genommen. Eine Spende von mindestens 5,- Euro pro Person wird erbeten. Das Erscheinen in angemessener, modisch eleganter Kleidung ist erwünscht. Da nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen vorhanden ist, bitte ich um eine verbindliche Zusage. (gedack@cdaberlin.de oder 0172/948 71 17).

Mit den besten Wünschen
Euer/Ihr

Horst Gedack

zurück

plants