Ilja Kurtev - Bajan

Ilja Kurtev
- geboren 1958 in Belgrad, Gebiet Odessa, Ukraine
- 1976 Preisträger beim Moldawischen Wettbewerb für Musikstudenten (Tiraspol).
- 1978 Studium an der Musikhochschule "Gnesinych" in Moskau (bei Friedrich Lips).
- 1982 Goldmedaille beim internationalen Wettbewerb "Grand Prix" für Akkordeonspieler in Frankreich
- ab 1983 Solist des Ensembles "Lel" der Moskauer Philharmonie.
- 1986 Abschluss als Musikpädagoge und Musiker
- 1986 Solist des Staatlichen Orchesters "N. P. Osipov" (das Spitzenorchester der damaligen Sowjetunion)
- 1991 Ilja Kurtev gründet das Ensemble "Russian Fantasy". Das Ensemble gastiert in vielen Ländern Europas und Asiens, (u. a. Frankreich, Deutschland, Italien, Türkei, China)
Ilja Kurtev reist heute als Solist durch viele Länder Europas und ist Star-Gast bei vielen Events namhafter Institutionen und Firmen.
Das Bajan
Es jubelt, schluchzt, schwelgt und trauert - die ganze Fülle menschlicher Gedanken und Empfindungen, die Tiefe und den Reichtum der Natur, kann dieses typisch russische Instrument, das Bajan, hervorbringen.
Bajan kommt aus dem Russischen und meint ursprünglich einen Dichtersänger, den wir für das griechische Altertum als Rhapsode oder für das keltische Mittelalter als Barde bezeichnen würden. 1907 übergab der russische Instrumentenbauer Pjotr J. Sterligow in St. Petersburg dem Musiker und Pädagogen Jakow F. Orlanski-Titarenko eine vierreihige, speziell für ihn gebaute Knopf-Harmonika, die er Bajan nannte. Heute verstehen wir unter Bajan ein hochentwickeltes Instrument, dass sowohl für die rechte als auch für die linke Hand Knopfmanuale mit Einzeltönen bereitstellt und daher universell einsetzbar ist.
Von namhaften Solisten und in der Fachliteratur wird das Wort Bajan heute als Fachbegriff immer dann verwendet, wenn ein besonders hohes künstlerisches Niveau der musikalischen Präsentation darzustellen ist. Früher war diese Harmonika als Volksinstrument sehr beliebt und erklang zu volkstümlichen Festen und Tänzen. Die Instrumentenbauer des 20. Jahrhunderts verbesserten seine Ausdrucksmöglichkeiten und machten das Knopfakkordeon zum Konzertinstrument. Der Tonfarbenpracht nach ist das Bajan mit einem ganzen Orchester vergleichbar, die Feinheit seiner Töne macht es der menschlichen Stimme ähnlich. In den Händen eines begabten Musikers übt das Bajan auf jeden eine außergewöhnliche Faszination aus.

